Versicherte der Pensionskasse Graubünden müssen mehr zahlen

Versicherte der Pensionskasse Graubünden (PKGR) und ihre Arbeitgeber werden höhere Sparbeiträge an die Kasse zahlen müssen - und das auch noch während einer längeren Zeit. Das beschloss das Kantonsparlament. Ziel ist es, die Höhe der Pensionskassen-Leistung zu erhalten.

Der Ratssaal des Bündner Kantonsparlaments.

Bildlegende: Im Grossen Rat stimmte vor allem die FDP gegen die höheren Beiträge. Keystone

Das Parlament, der Grosse Rat, verabschiedete die für die Reform notwendige Teilrevision des Gesetzes über die Pensionskasse Graubünden gegen den Widerstand der FDP mit 71 zu 25 Stimmen. Die PKGR bietet in Graubünden die berufliche Vorsorge für öffentlich-rechtliche Körperschaften an.

Vorgesehen ist, dass die Beitragssätze für Versicherte ab dem 45. Altersjahr um ein Prozent erhöht werden. Zudem müssen junge Angestellte schon mit 20 Jahren mit dem Sparprozess beginnen, anstatt wie heute mit 25.

Der einzelne Mitarbeitende wird mit durchschnittlich 207 Franken jährlich mehr belastet, bei den Arbeitgebern sind das im Schnitt 254 Franken mehr. Betroffen sind 8000 Angestellte der öffentlichen Hand, von denen 3000 beim Kanton arbeiten, sowie 204 verschiedene Arbeitgeber.

Schwierige Finanzlage

Hintergrund der Revision des Pensionskassen-Gesetzes ist die schwierige Situation der Kasse. Die steigende Lebenserwartung der Versicherten, die seit zehn Jahren sinkenden Kapitalrenditen und Einbrüche an den Finanzmärkten haben der Pensionkasse Graubünden wie vielen anderen Kassen zu schaffen gemacht.