«Vilaterlai» oder der besondere Blick auf Alt-Chur

In seinem neusten Werk widmet sich der Churer Linguist Oscar Eckhardt erneut seiner Stadt. Im Buch «Vilaterlai - Churer Bilder und Geschichten», erzählen Einwohnerinnen und Einwohner der Hauptstadt von ihren Jugenderinnerungen.

Oscar Eckhardt ist in die jüngere Geschichte der Stadt Chur abgetaucht. In insgesamt 20 Interviews erzählen Churerinnen und Churer von früher. Gesammelt sind die Gespräche im Buch «Vilaterlai». Illustriert wurde es vom Gestalter Patrick Blumenthal.

«Die Leute, die wir hier beschreiben, haben sich damals alle gekannt. Chur scheint damals ein regelrechtes Dorf gewesen zu sein», sagt Oscar Eckhardt der Autor des Buchs.

Chur habe sich massiv verändert in den letzten 100 Jahren, bilanziert Eckhardt. Die Jugend habe früher zwar viele Freiheiten gehabt, Chur und die angrenzenden Gemeinden seien ihr Spielplatz gewesen. «Gleichzeitig wurden sie aber auch in den Alltag eingebunden, mussten für die Eltern arbeiten», erzählt Eckhardt.

Neben vielen Interviews, die in Mundart daher kommen, stehen auch vor allem alte Fotografien im Zentrum. Zusammen mit den Erzählungen lebt eine längst vergangene Zeit wieder auf.