Vom «Bewegungs-Trottel» zur Spitzenfahrerin

Tamara Prader gehört zu den weltbesten Downhill-Skateboarderinnen. Die 32-jährige Prättigauerin erzählt im Gespräch, was sie dazu antreibt, für Rennen in einer Randsportart um die ganze Welt zu reisen.

Zwei Sportler mit Helm und Schutzkleidung fahren auf einem Skateboard bergab.

Bildlegende: Zwei Downhill-Longoarder während eines Rennens. Keystone

27 Jahre alt war Tamara Prader, als ein Bekannter sie dazu ermuntert hat, auf das Longboard zu stehen und sich im Downhill zu versuchen. «Beim ersten Versuch bin ich mir vorgekommen, wie ein 'Bewegungs-Trottel'. Das hat mich dann aber dazu angespornt, es weiter zu versuchen.» Diese Versuche haben sich gelohnt, nur wenige Jahre später bestritt Prader ihr erstes internationales Rennen.

Und dies mit Erfolg. 2013 belegte sie in der Weltcup-Wertung den fünften, 2014 sogar den dritten Rang. Nur gewinnen konnte sie bislang kein Weltcuprennen. Das scheint Tamara Prader aber nicht zu stören: «Der erste Weltcupsieg ist mir nicht mehr so wichtig wie auch schon. Ich will einfach Spass haben.»

«  Der erste Weltcupsieg ist mir nicht mehr so wichtig. Ich möchte einfach Spass haben. »

Tamara Prader
Downhill-Longboarderin

Tamara Prader arbeitet zu 70 Prozent als Architektin in Zürich. Während der übrigen 30 Prozent widmet sie sich ganz dem Skateboarden. «Ohne meinen Beruf könnte ich mir den Sport gar nicht leisten», so Prader. Denn: Für Unterkunft und Flüge müssen die Downhillfahrerinnen und Downhillfahrer in der Regel selbst aufkommen.

Im Gespräch mit der Sendung «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF erklärt Tamara Prader unter anderem, worauf sie achtet, wenn sie auf einer Passstrasse fährt, auf der ihr auch mal ein Auto entgegenkommen kann. Und sie verrät, weshalb sie ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag zum ersten Mal auf ihrer Heimstrecke fuhr.