Bündner Bevölkerung traut BDP und SVP am meisten zu

Die Wirtschaft, der Tourismus und das Thema Ausländer machen der Bündner Bevölkerung am meisten Sorgen. Genannt werden auch der Verkehr oder die Steuern. Viele sind der Meinung, dass BDP und SVP diese Probleme am ehesten in den Griff bekommen. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage.

Das gesamte Sorgenbarometer der Bündner Bevölkerung ist sehr breit gefächert. Über alles gesehen trauen 17 Prozent der Befragten der BDP zu, ihre Probleme lösen zu können. Dicht gefolgt von der SVP mit 16 Prozent. Würde man für die besten Problemlöser Medaillen verteilen, so sähe die Bilanz folgendermassen aus:

Die BDP erhält Gold, Silber geht an die SVP und Bronze holt die FDP.

Analysiert man die Resultate, so zeigt sich: Bei der Wirtschaft, dem Tourismus und den Finanzen schwingt die BDP obenaus und erhält in jeder Kategorie die Goldmedaille. Beim Thema Ausländer «gewinnt» mit grossem Abstand die SVP.

CVP, FDP und SP liegen deutlich hinter BDP und SVP. Der SP trauen die Befragten am wenigsten zu. Beim Thema Schule reicht es für Silber. Bei der Ausländerfrage gibt es Bronze. Die kleinen Bündner Parteien, die Grünliberalen und Verda, werden nur von einer verschwindend kleinen Gruppe der Bevölkerung als Problemlöser gesehen. Interessant ist, dass knapp ein Fünftel der Befragten glaubt, dass gar keine der etablierten Parteien die anstehenden Probleme lösen kann.

Das Meinungsforschungs-Institut DemoSCOPE befragte vom 27. Januar bis 11. Februar für RTR, die Südostschweiz und das Regionaljournal Graubünden von Radio SRF telefonisch insgesamt 1002 in Graubünden wahlberechtigte Personen ab 18 Jahren. Die Umfrage ist repräsentativ. Es wurden zufällig ausgewählte Privathaushalte kontaktiert, und die Antworten wurden anschliessend auf die Bevölkerungsstruktur und die Nationalratswahlen 2011 gewichtet. Der Messfehler beträgt max. +/-3.1%.