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Waldentwicklungsplan Eine neue Bibel für Bündner Forstfachleute

Zustand des Waldes: Dem Bündner Wald geht es grundsätzlich gut. Das sagte der Bündner Kantonsförster bei der Vorstellung des revidierten Waldentwicklungsberichtes. Aber die Arbeit an diesem Bericht habe auch gezeigt, dass die Herausforderungen für die Zukunft beim Klimawandel und dem Schutzwald liegen.

Sorgen um Schutzwald: Es sei noch nicht der Moment, um Alarm zu schlagen, sagt Kantonsförster Reto Hefti. Aber: «Wir haben Pflegedefizite im Schutzwald. Dies nicht an den dringendsten Orten, sondern an den weniger dringenden.» Konkret bedeutet dies, dass der Schutzwald an einigen Orten in Graubünden nicht mehr stark genug ist.

Das Problem: Schuld an dieser Entwicklung sind unter anderem die Holzpreise. Weil sie tief sind, lohnt es sich für die Gemeinden nicht, die Schutzwälder zu bewirtschaften. Hier müsse man Gegensteuer geben, sagt Hefti: «Die Gemeinden müssen mehr machen». Es brauche aber auch mehr Forststrassen, damit das Holzen einfacher werde. Hier könne der Kanton helfen. Und auch der Bund sei gefordert, er müsse die Arbeit in den Wäldern stärker subventionieren, findet der Kantonsförster.

Was ist ein Waldentwicklungsplan?

Der Waldentwicklungsplan (WAP) sichert die vielfältigen öffentlichen Interessen am Wald und sorgt für dessen langfristig nachhaltige Nutzung. Der Plan besteht aus einem Leitbild und er zeigt auf, wo die Problemfelder liegen und wie sich der Wald in den verschiedenen Bündner Regionen weiterentwickeln kann. Der WAP ist das planerische Führungsinstrument des kantonalen Forstdienstes.

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