Was bringt der Operationsroboter «Da Vinci»?

Der Operationsroboter steht in der Kritik: Eine Studie kommt zum Schluss, dass der Nutzen für die Patienten klein sei. Räto Strebel, Chefarzt Urologie am Kantonsspital Graubünden, ist anderer Meinung. In den ersten Wochen nach der Operation seien die Nebenwirkungen kleiner.

Operationsroboter Da Vinci

Bildlegende: Mit dem Roboter «Da Vinci» werden die Operationen minimal-invasiv durchgeführt. Keystone

Mit dem Operationsroboter «Da Vinci» werden Operationen durch einen kleinen Schnitt durchgeführt; der Roboter ist dabei der verlängerte Arm des Chirurgen.

Das Kantonsspital Graubünden hat einen solchen «Da Vinci» vor sieben Jahren für zwei Millionen Franken angeschafft und damit gute Erfahrungen gemacht, wie Räto Strebel, Chefarzt der Urologie betont. Vor allem könne man Komplikationen kurz nach der Operation minimieren.

Eine Studie, die vergangene Woche im Fachmagazin «The Lancet» erschienen ist, stellt dem «Da Vinci» jedoch ein schlechtes Zeugnis aus. Der Vorteil für den Patienten sei minim, kommen die Ärzte aus Australien zum Schluss. Räto Strebel widerspricht. Wenn man die Patienten zwei Jahre nach der Operationen untersuche, sei die Methode mit dem Operationsroboter nicht im Nachteil.