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Graubünden «Weiden mit Mutterkühen sollten ausgezäunt werden»

Der Verein Bündner Wanderwege (BWA) fordert, dass Wanderwege besser abgesichert werden. Er ruft die Gemeinden dazu auf, besonders bei Mutterkuhhaltung die Wege auszuzäunen. Dies nachdem am Wochenende eine 77-jährige Frau von Kühen auf einem Wanderweg oberhalb Laax (GR) zu Tode getrampelt wurde.

Kühe auf Alp
Legende: Der Verein BWA fordert, dass Wanderwege mehr eingezäunt werden. zvg

Oberhalb von Laax (GR) ist eine Wanderin von Mutterkühen angegriffen und so schwer verletzt worden, dass sie noch am Unfallort starb. Der Unfall geschah auf einem offiziellen Wanderweg.

Mehr Sicherheit

Jetzt fordert der Verein der Bündner Wanderwege (BWA), dass solche Wanderwege besser abgesichert werden.

Walter Grass, Präsident der BWA, will diese Woche den Gemeinden ein entsprechende Schreiben zukommen lassen. «Darin fordern wir die Gemeinden auf, die Sicherheit der Wanderwege zu überprüfen und das Gespräch mit den Älplern zu suchen», sagt er auf Anfrage des Regionaljournals Graubünden von Schweizer Radio. Und: «Ebenso fordern wir, dass Weiden, wo Mutterkühe gehalten werden, womöglich ausgezäunt werden.»

Weitläufig und hügelig

Grass ist selber auch Bauer und hält Mutterkühe. Und als Gemeindepräsident von Urmein hält er fest: «Auf unserem Gebiet sind die entsprechenden Weiden alle ausgezäunt.» Er weiss, dass es schwierig ist, diese Forderung überall durchzusetzen. Besonders auf den Alpen, wo das Gebiet meist weitläufig und hügelig ist. Trotzdem: Es dürfe es zu keinem solchen Vorfall mehr kommen. Grass sagt aber auch, dass im Bereich Sicherheit «vieles möglich ist, wenn man will.»

19 Kommentare

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  • Kommentar von andi hug, wilen
    die kühe sind nicht die schuldigen, die machen nur was ihr instinkt sagt. die menschen müssen halt wieder lernen, was sie dürfen und was nicht. dazu kommt, dass es leider schon immer solche unfälle gab. man kann nicht alles zu 100% sicher machen. mein beileid an die familie und allen angehöhrigen!
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  • Kommentar von M.Keller, Olten
    Es ist traurig, dass so etwas passiert ist. Ich habe dazu auch nur eine einfache Frage; was würden Sie alle, die die Mutter-Kühe und/oder die Bauern für dieses tragische Unglück verantwortlich machen, tun, wenn jemand mit einem Rucksack durch ihr Wohnzimmer spazieren würden? Die Kühe sind eingezäunt. Was also hat das ach so super Intelligente Lebewesen Mensch da zu suchen? Ich bin mir sicher, es kommt jetzt die Forderung wie bei den Bären, Luchsen und Wölfen -> "diese Bestien müssen weg".
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    1. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Sie wissen aber schon, dass zahlreiche Wanderwege in der Schweiz mitten über eingezäunte Weiden führen? Zudem liessen die Medien nach diesem Unglück verlauten, dass der Wanderweg neu so umgeleitet werden solle, dass die Wanderer nicht mehr mit dieser Herde in Kontakt kommen sollen.
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    2. Antwort von M. Bolder, Muhen
      In diesem wie auch in ganz vielen Fällen überhaupt führt der Wanderweg über die eingezäunte Weide. Das ist in der Schweiz praktisch der Normalfall.
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  • Kommentar von M. Tisserand, Maumere, Indo
    Nach dem Bären und dem Wolf sind es nun die Krähen und Kühe die uns im Weg sind - knallt sie alle ab. Für was brauchen wir diese Kühe überhaupt, Milch und Fleisch gibts ja in der Migros! Es ergeben sich nur Vorteile: Auch Mountainbiker haben dann endlich freie Fahrt in den Bergen. Win-Win-Win!
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    1. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Es käme wohl im Traum niemandem in den Sinn, Bärenmütter mit ihren Jungen einzuzäunen und dann den Wanderweg durch das Gehege zu führen. Es gilt hier, klar zwischen Wildtieren und so genannten Nutztieren zu unterscheiden.
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