Wenn Gipfelbücher über alle Berge sind

Auf fast jedem Berggipfel in den Alpen findet sich ein Gipfelbuch. Was aber geschieht mit vollen Gipfelbüchern? Eine Frage, die sich gar nicht so leicht beantworten lässt.

Zwei Mädchen beugen sich auf dem Berg über das Gipfelbuch und machen einen Eintrag.

Bildlegende: Unter den Gipfelbüchern finden sich wahre Schätze. Oft werden die vollen Bücher von Bergsteigern mit nach Hause genom... Keystone

Wer einen Berg besteigt, trägt seinen Namen und das Datum der Besteigung in ein Gipfelbuch ein. Doch weshalb eigentlich? Gipfelbücher können Bergrettern Anhaltspunkte zum Aufenthaltsort einer vermissten Person liefern. Sie erfahren so, ob die Person den Gipfel erreicht hat, oder ob sie im Aufstieg gesucht werden muss.

Gipfelbücher bieten den Berggängern aber auch die Möglichkeit sich mitzuteilen, der Nachwelt von besonderen Erlebnissen während dem Austieg zu erzählen oder Grüsse zu hinterlassen. Was aber geschieht mit vollen Gipfelbüchern?

Wie Christian Haller, Präsident der SAC-Sektion Graubünden auf Anfrage sagt, werden viele von Berggängern mitgenommen: «Das ist gerade bei bedeutenden Bergen schade, wie dem Piz Bernina. Wir würden diese gerne archivieren.»

Andere Bücher würden von Hüttenwarten aufbewahrt oder von Gemeinden archiviert. Es gibt aber auch Privatpersonen, die sich um Gipfelbücher kümmern und volle Bücher ersetzen. Das ist gerade bei kleineren Bergen der Fall.

Unter den Gipfelbüchern finden sich auch wahre Schätze. Auf dem Piz Vadret bei Davos beispielsweise wurde über 130 Jahre dasselbe Buch benutzt. Jetzt ist es aber voll und die zuständige SAC-Sektion muss über dessen Zukunft entscheiden. Das Buch soll entweder archiviert oder restauriert und um einige leere Seiten ergänzt werden.