«Wir haben beim Tourismus noch ein Riesen-Potential»

Der Kanton Graubünden soll mit seiner Wirtschaftsförderung hauptsächlich den Tourismus unterstützen. Das sagt Regierungsrat Hansjörg Trachsel (BDP) im Interview im «Regionaljournal Graubünden».

Trachsel im Grossratssaal im persönlichen Gespräch

Bildlegende: Die letzten Gespräche als Regierungsrat: Hansjörg Trachsel will die Wirtschafts-Weichen für die Zukunft stellen. SRF

«Verzichtsplanung» wurde zum geflügelten Wort in der Debatte im Grossen Rat. Künftig sollten sich die Regionen auf einzelne Projekte beschränken, für die sie finanzielle Unterstützung beim Kanton beantragen. Das schlägt die Regierung in ihrem Bericht vor. Das Parlament unterstützt dieses Anliegen.

Weiterhin intensiv gefördert werden soll hingegen der Tourismus. Trotz der räumlichen Grenzen sieht Regierungsrat Hansjörg Trachsel in diesem Sektor noch Luft nach oben: «In der Zwischensaison und im Sommer haben wir teilweise katastrophale Auslastungen», so Trachsel im «Regionaljournal Graubünden» von SRF 1. Deshalb sei der Tourismus weiter zu unterstützen, vor allem zugunsten der Randregionen.

Der Bericht der Regierung soll die Weichen für ein späteres Wirtschaftsentwicklungs-Gesetz stellen. An diesem wird Trachsel nicht mehr mitarbeiten. Er übergibt sein Amt Ende Jahr an seinen Nachfolger Jon Domenic Parolini (BDP).

Wirtschaftsbericht: Einige Schwerpunkte

  • Wenige, aber ausgewählte Projekte fördern (Verzichtsplanung)
  • Keine Einzelbetriebsförderung von Industrie und Gewerbe mehr
  • Kanton kann Firmen Land zur Verfügung stellen
  • Fokus auf Tourismus, Unterstützung mit 50 bis 80 Millionen Franken