Wirtschaftsförderung soll auch Kulturförderung sein

Der Bündner Theatermann Giovanni Netzer fordert mehr Geld für seine Grossproduktion nächstes Jahr. Sowohl linke wie auch bürgerliche Politiker stehen dem Ansinnen wohlwollend gegenüber. Die Produktionen Origens seien auch Wirtschaftsförderung.

Der Grosse Rat im Kanton Graubünden.

Bildlegende: Die Politik steht hinter Origen – und will auch zahlen. Keystone

Die Theaterorganisation Origen mache ausgezeichnete Arbeit, heisst es sowohl bei linken wie auch bei bürgerlichen Politikern. Die Produktionen würden Graubünden bekannter machen, meint beispielsweise CVP-Präsident Stefan Engler.

Schon seit längerem setzt sich die SP für eine bessere Kulturförderung ein. Während der Olympiadebatte hatte die Partei Kulturförderung als Alternative für Graubünden propagiert, nun sagt Parteipräsident Jon Pult, Gelder aus der Wirtschaftsförderung könnten auch für die Kultur eingesetzt werden.

Die FDP schliesslich hat bisher vor allem auf den Sport gesetzt. Auch Kulturförderung könne Sinn machen, wichtig sei jedoch ein klares Konzept, was unterstützungswürdig sei, so Fraktionschef Ruedi Kunz.

In der Augustsession diskutieren die Politikerinnen und Politiker über Kultur- und Wirtschaftsförderungsthemen. Entscheide bezüglich der Finanzierung von Origen fallen aber erst im Dezember während der Budgetdebatte fürs kommende Jahr.