Zu wenig Geld für Talentschulen in Chur und Davos

In Champfèr wurde kürzlich eine neue Talentschule eröffnet. Auch in Chur und Davos gibt es seit längerem Pläne für solche Schulen. Doch an beiden Orten fehlt das Geld.

Mädchen mit einer Violine spielt ab einem Notenblatt.

Bildlegende: An Talentschulen werden Kinder und Jugendliche mit sportlichen und musischen Talenten gefördert. Keystone

Mit dem überarbeiteten Schulgesetz gibt der Kanton Graubünden neu Gelder an Talentschulen. Dort werden Kinder und Jugendliche mit sportlichen und musischen Talenten gefördert. Eine solche Talentschule existiert seit vier Jahren in Ilanz und seit kurzem in Champfèr.

Geldprobleme in Chur und Davos

«Wir haben das Projekt auf Eis gelegt, weil es uns an Personal fehlt», sagt die Churer Stadträtin Doris Caviezel-Hidber. Bis im kommenden Jahr solle das Projekt jedoch fertig ausgearbeitet und dem Gemeinderat vorgelegt werden. Ob dann Geld gesprochen werde, müsse die Politik entscheiden.

Ähnliche Probleme hat auch Davos. Für das Projekt Talentschule zuständig ist dort Martin Flütsch, Leiter der öffentlichen Schule. Erste Berechnungen hätten gezeigt, dass etwa die Hälfte der benötigten 120'000 bis 160'000 Franken fehlten.

Das Loch in der Kasse von Davos ist gross. Man überlege sich deshalb auch neue, unkonventionelle Wege zu gehen, zum Beispiel mit Sponsoren, sagt Martin Flütsch. Entschieden sei aber noch nichts, auch hier hat die Politik das letzte Wort.

Beide Orte, Chur und Davos, hoffen trotzdem, ab 2015 eine Talentklasse anbieten zu können.