Zugunglück von Tiefencastel kostet eine Million Franken

Die Rhätische Bahn hat nach dem Zugunglück im vergangenen Sommer Bilanz gezogen. Der Materialschaden beläuft sich auf rund eine Million Franken. Eine Untersuchung läuft noch.

Hans Amacker im Anzug

Bildlegende: RhB-Direktor Hans Amacker blickt zurück auf ein bewegtes Jahr 2014. SRF

Rund eine Million Franken beträgt der der Materialschaden des Zugunglücks von Tiefencastel. Das gab Hans Amacker, der Direktor der Rhätischen Bahn bekannt.

Im August 2014 verschüttete ein Erdrutsch ein Gleis in der Schinschlucht, vor dem Bahnhof Tiefencastel. Dieser hob einen Zug aus den Schienen. Ein 17 Tonnen schwerer Wagen stürzte dabei mehrere Meter einen Abhang hinunter.

Untersuchungsergebnisse stehen noch aus

Das Unglück hatte fünf Schwerverletzte gefordert, wovon einer später im Spital starb. Die Verletzten seien mittlerweile weitestgehend wieder gesund, sagte RhB-Direktor Hans Amacker am Rande einer Medienkonferenz gegenüber dem «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF. Das Unternehmen pflege noch immer Kontakt zu ihnen.

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Helikopterflug über die Unfallstelle

0:28 min, vom 14.8.2014

Eine externe Untersuchung des Departements für Verkehr läuft noch. Die Ergebnisse werden auf Mitte 2015 erwartet. Die Untersuchung soll weitere Details zum Hergang des Zugunglücks liefern.

Die Unfallstelle galt vor dem Unglück nicht als besonders gefährdet. Der betroffene Streckenabschnitt zwischen Thusis und Tiefencastel steht gemäss der RhB an verschiedenen Punkten jedoch unter verstärkter Beobachtung. Jeden Tag macht der erste Zug am Morgen auf diesem Abschnitt eine Fahrt auf Sicht.

Die Aufräumarbeiten am Unglücksort