«Zwitschernde» Verwaltung: Graubünden setzt auf Social Media

Der Kanton Graubünden geht neue Wege, um mit der Bevölkerung zu kommunizieren. Drei der fünf Regierungsräte sowie fünf Chefbeamte benutzen den Kurznachrichtendienst «Twitter».

Twitter-Einträge von Mario Cavigelli

Bildlegende: Auch Regierungsrat Mario Cavigelli stellt sich bei Twitter der Bevölkerung. SRF

Mobil, multimedial, modern: Die Bündner Verwaltung ist am Donnerstag in das 21. Jahrhundert gestartet. Drei Regierungsräte und fünf Chefbeamte «zwitschern» neu aus den Amtsstuben zum Tagesgeschäft.

Viele der ersten Tweets haben informativen Charakter. So schreibt @RetoHefti als Leiter des Amtes für Wald und Naturgefahren zu den positiven Seiten des Regens: «Alle schimpfen über das Wetter, nur der Wald freut sich! Warum? Endlich genug Wasser.»

Der Kurznachrichtendienst Twitter existiert seit 2006. Meldungen können höchstens 140 Zeichen lang sein. Aussagen müssen dadurch auf den Punkt gebracht werden wie hier durch Regierungsrat ‏@chrathgeb auf die Frage von @radiogrischa: «Ein Regierungsrat ist Diener des Volkes, ich bin mich also gewohnt, zu folgen...»

Einen folgsamen Regierungsrat würde sich wohl die Gemeinde Laax wünschen. Das Dorf kämpft zurzeit gegen den Kanton, weil die Regierung ein Asylzentrum in Laax plant.