17 Patente fallen weg

In den kommenden fünf Jahren soll die Zahl der Hochsee-Patente für die Berufsfischer am Bodensee reduziert werden – von heute 41 auf neu 24. Nun müssen die Kantone Thurgau und St. Gallen aushandeln, wer wieviele Patente abgibt. Beim Berufsfischerverband wird der Entscheid begrüsst.

Fisch im Netz

Bildlegende: Die Fischerträge gehen zurück. Die Zahl der Hochsee-Patente wird deshalb reduziert. Keystone

441 Tonnen Fische haben die Berufsfischer im vergangenen Jahr aus dem Bodensee gezogen. Das sind 5 Prozent weniger als im Jahr davor. Und die Fangquoten sinken weiter.

Die Internationale Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei hat deshalb an einer Tagung entschieden, die Zahl der Hochsee-Patente von heute 113 auf 80 zu reduzieren. «Die Entscheidung fiel den Bevollmächtigten nicht leicht, galt es, die Interessen jedes einzelnen Betriebes am Erhalt seines Patentes gegen die Zukunft und das Überleben der gesamten Berufsfischerei am Bodensee abzuwägen», heisst es dazu in einer Mitteilung. «Einigkeit bestand letztlich, dass nur ein schnelles Handeln die Berufsfischerei retten kann.»

Auf Schweizer Seite müssen deshalb in den kommenden fünf Jahren die Patente von heute 41 auf neu 24 reduziert werden. Reto Leuch vom Schweizerischen Berufsfischerverband am Bodensee sagt, dass der Entscheid richtig sei und auf Schweizer Seite keine grossen Konsequenzen habe, weil einige Berufsfischer in den nächsten Jahren altershalber aufhören würden.

Im Kanton Thurgau sind derzeit 28 Patente gelöst, im Kanton St. Gallen 13 Patente.