2. Wahlgang in Rapperswil-Jona: Karten werden neu gemischt

Rapperswil-Jona hat gewählt, aber noch keinen Entscheid gefällt: Der Stadtpräsident wird erst in einem zweiten Wahlgang bestimmt. Die besten Aussichten hat der Verleger Bruno Hug. Er machte mehr Stimmen als der amtierende Stadtpräsident. Aber neuer Stadtpräsident könnte ein ganz anderer werden.


Porträt Martin Stöckling.

Bildlegende: Martin Stöckling würde das Amt des Stadtpräsidenten reizen. zvg / FDP

Mit diesem deutlichen Resultat hat niemand gerechnet. Der parteilose Verleger Bruno Hug machte fast 1'500 Stimmen mehr als der amtierende Stadtpräsident Erich Zoller von der CVP. Das sind fast doppelt soviel Stimmen. Auf den zweiten Wahlgang angesprochen betont Bruno Hug, er sei den Wählern gegenüber verpflichtet anzutreten. Dennoch lässt er die Kandidatur offen, falls die FDP mit einem Kandidaten komme, auf den sich die Parteien einigen könnten.

Martin Stöckling ist im Gespräch

Nicht festlegen will sich Bruno Hug wegen des neu gewählten FDP-Stadtrates Martin Stöckling. Der Sohn des Alt-Regierungsrates Hans-Ulrich Stöckling erklärte gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz», dass ihn das Amt des Stadtpräsidenten reizen würde. Eine FDP-Kandidatur hänge aber auch von Gesprächen mit den anderen Parteien ab, erklärt der FDP-Ortspartei-Präsident ad interim, Rolf Dürr. Man wolle im Verlauf dieser Woche entscheiden.

Viel Gesprächsstoff

In den Hinterzimmern der Parteien von Rapperswil-Jona gibt es in den nächsten Tagen viel zu besprechen. Neben Bruno Hug wird die SVP ein wichtiger Partner der FDP sein. Aber auch die CVP muss sich positionieren: Die Partei von Erich Zoller hat sich am Montag noch nicht eindeutig zum amtierenden Stadtpräsidenten für den zweiten Wahlgang bekannt.