30 Prozent weniger neue Kredite für die Landwirtschaft

Im Jahr 2012 sind bei der Landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft des Kantons St. Gallen (LKG) rund 20 Prozent weniger Gesuche eingegangen als im Vorjahr. Netto wurden 9 Millionen Franken oder 30 % weniger an neuen Investitionskrediten gesprochen.

Bauernbetrieb aus der Luft betrachtet

Bildlegende: Die St. Galler Bauern bauten im vergangenen Jahr deutlich weniger. Keystone

Mit 181 Gesuchen (Vorjahr 232) um Investitionskredite und Betriebshilfedarlehen ist im Berichtsjahr die Zahl der Gesuche zurückgegangen. Die Unsicherheiten in der Landwirtschaft (Stichwort Agrarpolitik 14-17, unbefriedigende Markterlöse v.a. bei der Milch), aber auch ungenügende Einkommensverhältnisse drückten auf das Investitionsverhalten der Bauernfamilien. Bei den Starthilfen fand ein markanter Rückgang statt. Gesuche für Wohnhäuser waren ebenfalls rückläufig. Die Photovoltaikanlagen litten unter Begrenzung der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV). Bei den Ökonomiegebäuden (Umbau- und Neugesuche) bewegten sich die Gesuche auf dem Niveau von 2009.

Investitionen von über 50 Millionen Franken

Bei den Investitionskrediten wurden 118 Kredite im Betrag von 25,7 Mio. Franken gewährt (Vorjahr 177 im Betrag von 39,4 Mio. Franken). Die durchschnittliche Kreditsumme ist leicht gesunken und beläuft sich auf 217'683 Franken gegenüber 222'593 Franken im Vorjahr. Mit den Investitionskrediten konnte ein Investitionsvolumen von insgesamt rund 50,5 Mio. Franken (58,2 Mio. Franken Vorjahr) ausgelöst werden.

 Im Berg- und Hügelgebiet wurden 26 Hochbauprojekte (Vorjahr 32) mit Kantonsbeiträgen im Betrag von 1,9 Mio. Franken und Bundesbeiträgen im Betrag von 1,7 Mio. Franken unterstützt. Die 26 Projekte lösten gesamthaft ein Investitionsvolumen von 18,5 Mio. Franken aus.