700 Asylsuchende für die Ostschweizer Kantone

Der Bund plant neue Asylzentren, um die Verfahren im Asylwesen zu beschleunigen. Heute ist bekannt geworden, dass auf die Ostschweizer Kantone im neuen System 700 Asylsuchende verteilt würden. Für den Kanton St. Gallen könnte das System auch Vorteile haben.

Personen in einem Asylzentrum

Bildlegende: Der Bund plant neue Bundeszentren - eines könnte in Altstätten zu stehen kommen. Keystone

Sechs neue Asylregionen mit neuen Asyl-Bundeszentren. Der Bund hofft, mit den neuen Bundeszentren die Verfahren zu beschleunigen, weil so alle involvierten Personen unter einem Dach wären.

Für den St. Galler Justizdirektor Fredy Fässler ist die Zuteilung von 700 Asylsuchenden auf die Ostschweizer Kantone Thurgau, St. Gallen, beide Appenzell, Graubünden und Schaffhausen gerechtfertigt. Dies deshalb, weil die Zuteilung auf die Bevölkerungszahlen in der Schweiz abgestimmt sei.

Definitive Entscheide sind aber noch keine gefallen. Auch nicht, wo die neuen Bundeszentren gebaut werden. Dies geschieht erst Ende März an der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren. Zu reden geben dürfte gemäss Fredy Fässler vor allem die Entschädigung für die Kantone, die ein neues Bundeszentrum bauen werden. Würde in Altstätten im St. Galler Rheintal eines gebaut, könnte der Kanton unter Umständen profitieren. Als Kompensation müsste er dann weniger Personen übernehmen, die einen positiven Asylentscheid erhalten haben.

Asyl-Bundeszentren