Abschied vom Berghotel Schwägalp

Wem gehört der Säntis? Das ist die Kernfrage des Theaterstücks «Checkpoint Säntis». Vor dem Abriss des Berghotels Schwägalp lassen 24 Laienschauspieler das Publikum über die Ostschweizer Identität nachdenken.

Die Räume im alten Berghotel Schwägalp sind Bühne für das Theaterstück «Checkpoint Säntis». Das Publikum wandert mit den Schauspielern durchs Haus und wird Zeuge einer Geschichte über Politik, Macht und Identität. Das Stück wurde von einem dreiköpfigen Regisseuren-Team einstudiert. Im Zentrum stehen 24 Laienschauspielerinnen und Laienschauspieler.

Entstanden sei die Idee nach der Theateraufführung in Hundwil zum Jubiläum der beiden Appenzeller Kantone, sagt Vereinspräsidentin Olivia Clerici. Man habe lange überlegt, was man machen könne. Da habe sich das leerstehende Berghotel Schwägalp angeboten.

«  Ich kann mich gut mit meiner Rolle identifizieren. »

Andreas Rohner
spielt Matthias Fässler

Die Geschichte dreht sich um ein geplantes Kongresszentrum auf der Schwägalp. Der Bund will das ganze Gebiet abriegeln und zu einer Hochsicherheitszone machen. Einheimische und Aktivisten wehren sich dagegen. Es entsteht eine Geschichte von höchster Aktualität: Wer darf entscheiden? Was macht Identität aus? Wie viel darf der Fortschritt kosten?

Grosser Aufwand

Seit September laufen die Proben. Von den Schauspielern wird einiges abverlangt. «Neben Arbeiten und Theaterspielen bleibt nicht mehr viel Zeit», sagt Schaupieler Andreas Rohner gegenüber Radio SRF. Die Geschichte entstand erst nach und nach und entwickelte sich mit den Schauspielern.

«Checkpoint Säntis» hatte am Freitag Premiere. Das Stück wird 17 Mal bis Ende Februar aufgeführt. Alle Vorstellungen sind ausverkauft.

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Symbol des Widerstands

4:41 min, aus Schweiz aktuell vom 5.2.2016