Abschluss des Jubiläums AR/AI

Vor 500 Jahren wurde das Land Appenzell als 13. Ort in die alte Eidgenossenschaft aufgenommen. Mit einer Gedenkfeier in Appenzell und Glockengeläut in allen Kirchen beider Kantone haben am Dienstag die Jubiläums-Feierlichkeiten ihren
Abschluss gefunden.

Innerrhoder Landamman Daniel Fässler

Bildlegende: Dank der Mitwirkung vieler Bevölkerungskreise sei das Jubiläumsjahr bunt geworden, sagte Landamman Daniel Fässler. zvg

Am 17. Dezember 1513 hatten Vertreter des damals noch ungeteilten Landes Appenzell die Urkunde unterzeichnet, die den Kleinstaat zum 13. Ort des Bundes machte.

Im Zuge der Reformation teilte sich 1597 der Kanton Appenzell in ein katholisches Innerrhoden und ein reformiertes Ausserrhoden.

Die Urkunde von 1513 stand im Mittelpunkt der Feierlichkeiten im Parlamentssaal in Appenzell. Der schlichten Gedenkfeier wohnten Vertreter von Gemeinden und Bezirken, der Gerichte, der Regierungen sowie die National- und Ständeräte beider Kantone bei.

Vorgestellt wurde die CD-Rom «Der Weg des Landes Appenzell in die Eidgenossenschaft: Das Bündnis von 1513 und seine Vorgeschichte». Die CD enthält nicht nur das Bild und den gesamten Wortlaut der Bündnisurkunde, sondern auch eine Audio-Datei dieses spätmittelalterlichen Dokuments sowie erstmals eine schriftliche Übertragung des Urkundentextes in modernes Deutsch.

Für die gesamten Feierlichkeiten hatten die beiden Regierungen ein Budget von insgesamt 3,6 Millionen Franken bewilligt. Bestandteil des Jubiläumsjahres war unter anderem das Freilichtspiel «Der dreizehnte Ort» auf dem historischen Landsgemeindeplatz in Hundwil. In den Sommermonaten zog die Wanderbühne «Ledi» durch die Gemeinden und Bezirke.