AI/AR: Den «Mittelland-Mainstream» verlassen

Keine Autobahn, komplizierte Zugverbindungen oder hohe Bodenpreise: Das Appenzellerland bietet auf den ersten Blick wenig Standortvorteile für die Wirtschaft. Trotzdem wollen sich die beiden Kantone gegen die grösseren Zentren in der Ostschweiz behaupten.

Die Volkswirtschaftsdirektoren der beiden Appenzell: Links Marianne Koller, rechts Daniel Fässler

Bildlegende: Die beiden Regierungsräte sind sich einig: Die Wirtschaft schätzt das Appenzellerland als Standort. zvg

Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden haben eines gemeinsam: Sie sind sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht erreichbar. Für den Wirtschaftsstandort Appenzell ist dies eine schwierige Ausgangslage.

Im Gespräch mit den beiden Volkswirtschaftsdirektoren Marianne Koller, AR, und Daniel Fässler, AI, hat die Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1 dieses Thema vertieft. Dabei wird klar: Beide Appenzell wollen neue Unternehmen ansiedeln und auch die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft weiter verbessern.

Man dürfe der Distanz nicht zu viel Gewicht geben, sagt Daniel Fässler gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1. Schliesslich sei eine Reise ins Appenzellerland auch ein Erlebnis.

«  Manchmal hat Distanz auch ihre Reize. »

Daniel Fässler
Innerrhoder Landammann

Ausserdem würden auch die intakten Verhältnisse und die stabilen politischen Strukturen eine grosse Rolle spielen, ist Marianne Koller überzeugt. Wenn man alle Faktoren betrachte, könne das Appenzellerland auch in Zukunft bei den Unternehmen punkten.