Zum Inhalt springen

Aktionswoche gegen Rassismus «Rassismus existiert. Auch in meinem Kopf.»

Marlen Rutz, Projektleiterin der St. Galler Aktionswoche gege Rassismus vom Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung.
Legende: Rassistische Bemerkungen fallen im Alltag öfter, als man denkt, sagt die Projektleiterin Marlen Rutz. SRF / KATRIN KELLER

Es passiert unbeabsichtigt und schneller als man denkt: Man teilt Menschen in Gruppen ein und steckt sie in Schubladen. Man zieht Grenzen und bewertet Menschen anhand bestimmter Merkmale. Dem Einzelnen werde man damit nicht gerecht, sagt Marlen Rutz gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» auf SRF 1. Marlen Rutz ist Projektleiterin der St. Galler Aktionswoche gegen Rassismus.

Denkmuster

Die Aktionswoche gegen Rassismus will unter dem Motto «Vielfalt ist Reichtum» die vorgefassten Bilder durchbrechen und helfen, die Personen nebenan im Zug, in der Nachbarschaft oder auf der Strasse so wahzunehmen, wie sie tatsächlich sind, heisst es in einer Mitteilung.

Vorurteile

Rund 25 Veranstaltungen und Aktionen laden vom 19. bis am 25. März im ganzen Kanton St. Gallen dazu ein, sich auf verschiedene Weise mit den eigenen Vorurteilen auseinanderzusetzen.

Die Aktionswoche wolle nicht beschuldigen, sondern zum kritischen Hinterfragen anregen - ganz im Sinne der These «Rassismus existiert. Auch in meinem Kopf.», sagt Marlen Rutz weiter.

Film, Theater oder Projektwerkstatt

Die Bandbreite der Aktionswoche ist gross. Film- und Theatervorführungen und eine Projektwerkstatt gehören ebenso dazu wie eine ausländerrechtliche Fragestunde mit Schwerpunkt «Rassismusstrafnorm» oder Weiterbildungen zum Diskriminierungsschutz. Die Umsetzung der 25 Veranstaltungen im Kanton St. Gallen wird unterstützt von der eidgenössischen Fachstelle für Rassismusbekämpfung.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Geneviève Schmid (Geneviève)
    Gegen Rassismus und Vorurteile sein = super - aber "Vielfalt ist Reichtum" ist meiner Meinung nach eine falsche und daher ungünstige Aussage. Es stimmt in dieser Absolutheit nicht und trägt dadurch ungewollt zur Polarisierung bei. Vielfalt ist in sehr vielen Fällen, aber nicht immer oder automatisch ein Reichtum. Es gibt in der Vielfalt leider auch einzelne negative Entwicklungen, die aktiv gestaltet werden müssen, und Einzelpersonen, die erst mit hiesigem Gesetz vertraut gemacht werden müssen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Bei uns kann man mit dem Wort "Rassismus" jede Meinung, Aeusserung oder politischen Vorstoss in oder zur Migrations-Politik "im Keime ersticken" oder sogar ein Strafverfahren laut dem Rassismus-Strafgesetz, einleiten! Vor der Abstimmung war diese "harte Auslegung" des ERG nirgends so festgehalten! Will ich einem arbeitslosen Ausländer,der seit Jahren von der Sozialhilfe lebt, meine freie Wohnung nicht vermieten, kann mich der Migrant als Rassist verklagen! Darum steigt die Fremdenfeindlichkeit!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    Rote Haare, schwarze Haare braune Haare blonde Haare.. anderes Geschlecht andere Hautfarbe .. andere Kleidung, andere Sitten.. das alles ist Rassismus.. besser gesagt ist Grund fuer Rassismus... bis man sich gewoehnt hat... lustiges Beispiel.. meine Hunde.. als meine Frau eine Gesichtsmake aufgetragn hatte und nach draussen ging, erntete sie nicht Beifall sondern boesartiges Geknurre.. bis ihr Duft den "Alarm" beendete.. Aber alles braucht seine Zeit, denkt an die Tamilen, die Ungarn.. etc
    Ablehnen den Kommentar ablehnen