Aktivisten wollen den Necker aus Protest rot einfärben

Die «Aktion Roter Necker» soll eine Reaktion auf die Asylsituation in der Schweiz und der Welt sein. Für diesen Zweck wollen Aktivisten der Gruppe «ohm41» den in idyllischer Landschaft fliessenden Necker am Freitag rot einfärben. Einheimische und Umweltbehörden sehen schon vor der Veranstaltung rot.

Künstlich rot eingefärbter Necker

Bildlegende: So soll der Necker am Freitag aussehen: Eine Kunstgruppe will ein Zeichen setzen zur aktuellen Asylsituation. Ohm41

Weil sie auf die weltweiten Missstände im Asylwesen hinweisen wollen, will die Aktivistengruppe «ohm41» am Freitagmorgen das Toggenburger Flüsschen Necker rot einfärben. Man wolle damit gegen die «Barbarei auf diesem Planeten» demonstrieren, heisst es zur Begründung.

Beim St. Galler Amt für Umwelt und Energie verweist man darauf, dass das Einfärben eines Gewässers illegal sei, auch wenn der Farbstoff chemisch abbaubar sei. Man überlege sich Massnahmen.

Weder die Bevölkerung noch die Gemeinde sind über die Aktion informiert worden. Gemeindepräsidentin Vreni Wild ärgert sich über diese Einfärbung des Flusses, zumal dieser wegen der Trockenheit ohnehin wenig Wasser führe.