Erdbeben bei Linthal «Alles im grünen Bereich»

Ein Erdbeben mit der Stärke 4.6 hat in der Nacht auf Dienstag die Schweiz erschüttert. Das Epizentrum lag ganz in der Nähe des Kraftwerks Linth-Limmern im Glarnerland. Fachleute haben darum die Staumauer auf mögliche Schäden untersucht.

Staumauer Linth-Limmern

Bildlegende: Die Staumauer Linth-Limmern wurde gemäss ersten Überprüfungen vom Erdbeben nicht beschädigt. Keystone

In der Nacht auf Dienstag hat in der Ostschweiz die Erde gebebt. Mit einer Stärke von 4.6 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag bei Linthal im Kanton Glarus. Ganz in der Nähe steht die neue Staumauer des Kraftwerks Linth-Limmern.

«  Die Instrumente zeigen Werte im grünen Bereich. »

Tobias Kistner
Mediensprecher der Axpo

Spezialisten haben am Vormittag die ein Kilometer lange Mauer überprüft. Dafür sind sie Kontrollwege innerhalb des Kraftwerks abgeschritten, haben visuelle Kontrollen gemacht und die installierten Messgeräte überprüft.

Nach aktuellen Angaben hat die Staumauer keine Schäden erlitten. Die Stärke des Bebens sei weit unter dem Maximum gelegen, was die Staumauer aushalte.

Seismologe rechnet regelmässig mit solchen Beben

Ein Erdbeben dieser Grössenordnung dürfte in der Schweiz alle 5-15 Jahre vorkommen. Seismologe Florian Haslinger vom Schweizerischen Erdbebendienst erklärt dies mit der Faltung der Alpen. «Verschiebungen von wenigen Millimetern können schon gewaltige Energien freisetzen», erklärt der Fachmann.

Ein Beben der Stärke 4,6 entspreche der Sprengkraft von rund 200 Tonnen TNT. Diese Energie pflanze sich in Wellenform aus 5 Kilometern Tiefe bis an die Erdoberfläche weiter.