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Altes Bad Pfäfers Zeitreise durch die Geschichte

Vergangenheit: 1240 entdeckten Jäger des Klosters Pfäfers in der Taminaschlucht eine Heilquelle. Sie war nur mühsam über Leitern und Seilzüge zu erreichen. Das Kloster Pfäfers liess Gästehäuser in den Felswänden hoch über dem Fluss erbauen. Den Ruhm der Therme begründete ein Gutachten des berühmten Arztes Paracelsus im 16. Jahrhundert. Erst im 17. Jahrhundert wurde das Wasser mit Holzleitungen an den heutigen Ort geführt. Bald gab es zwei grosse Gasthäuser mit Kapelle. Nach der Französischen Revolution stand das Bad Pfäfers in seiner Blüte. 200 bis 300 Menschen verweilten hier, badeten, assen und tranken, spazierten, vergnügten sich. 1838 nach Auflösung der Benediktinerabtei Pfäfers gingen Quelle und Badehäuser in das Eigentum des Kantons St. Gallen über. 1839 wurde die Schlucht mit einer Strasse erschlossen. Ab 1840 führte man das Thermalwasser nach Ragaz, wo der Weltkurort Bad Ragaz entstand. Bis 1985 gehörte das Bad dem Kanton St. Gallen. Der wollte es damals abreissen. In der Bevölkerung regte sich Widerstand. Zwischen 1983 und 1995 wurde das Badgebäude umfassend restauriert.

Gegenwart: Der Kanton St. Gallen übernimmt das Alte Bad Pfäfers rückwirkend auf Anfang 2018. Für die Stiftung Altes Bad Pfäfers ist das Bad finanziell nicht mehr tragbar. Die Unterhaltskosten belaufen sich jährlich auf rund 30'000 Franken. Dazu kommen wiederkehrende, grössere Sanierungen, die mehrere hundertausend Franken kosten. Durch die Unterstützung des Kantons soll es möglich sein, dass Bad viele weitere Jahre zu erhalten. Durch das neue Kulturfördergesetz erhält das Bad zudem neu den Status eines Kulturstandortes des Kantons St. Gallen. Auch das Konzert und Theater St. Gallen, die Lokremise St. Gallen, das Schloss Werdenberg und das Kunst(Zeug)Haus in Rapperswil haben diesen Status.

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