Andreas Graf: «Der Staat muss entschlackt werden»

Andreas Graf ist 53 Jahre alt, Unternehmer und frei von jeder Partei. Für «Parteifrei» möchte er deshalb in die St. Galler Regierung gewählt werden. Der ehemalige Co-Präsident der Grünen St. Gallen sieht sich als Vertreter jener St. Galler, die keiner Partei angehören.

2012 Wollte Andreas Graf für die Grünen ins St. Galler Kantonsparlament. Die Wahl schaffte er jedoch nicht. Auch nicht jene in den Nationalrat oder Ständerat 2015. Für «Parteifrei» politisiert er erst seit einem Jahr, zuvor war er bei den Grünen Co-Präsident der St. Galler Kantonalpartei. Ihm ist wichtig, unabhängig und frei von allen Interessensgruppen, Verbänden und Bruderschaften zu politisieren.

«  Mitglieder einer Partei können nicht mehr wirklich sachorientiert politisieren. »

Ein herkömmliches Parteiprogramm hat «Parteifrei» nicht. Im Gespräch mit Andreas Graf zeigt sich aber schnell, sein Herz schlägt für die Bildung. Er möchte mehr Musikunterricht und wehrt sich gegen die Einführung des Lehrplans 21.

Die Chancen, dass Andreas Graf in den St. Galler Regierungsrat gewählt wird, stehen schlecht. Er sieht sich zwar als Vertreter der parteilosen Bürgerinnen und Bürger im Kanton, das sind rund 60 Prozent. Aber: Bei den Ständeratswahlen 2015 erreichte Andreas Graf einen Wähleranteil von drei Prozent.

Ja/Nein - Fragen

Soll der Kanton St. Gallen mehr Flüchtlinge aufnehmen?
Ja
Soll die Armee helfen, die Grenzen zu kontrollieren?
Ja
Soll der Kanton St. Gallen die Steuern erhöhen?
Nein
Unterstützen sie den Planungskredit für die EXPO 2027 in der Ostschweiz?
Nein
Sollen die Ladenöffnungszeiten weiter liberalisiert werden?
Ja

SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz, 17:30 Uhr

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