Anklage wegen Mord in Moschee

Am 22. August 2014 wurde in der El-Hidaje-Moschee in St. Gallen-Winkeln ein Mann erschossen. Die St. Galler Staatsanwaltschaft hat ihre Strafuntersuchung jetzt abgeschlossen und erhebt nun Anklage wegen Mord.

Einschussloch in der Wand des Gebetsraumes

Bildlegende: Das Opfer wurde mitten im Gebet von hinten erschossen. Keystone

Am 22. August 2014 besuchte ein 52jähriger Mann einen Teil des Freitagsgebetes in der Moschee «El-Hidaje Islamische Gemeinschaft» in St.Gallen-Winkeln. Kurz nach Beginn des zweiten Gebetsteils näherte er sich einem gleichaltrigen Betenden und schoss diesem mehrere Male aus kurzer Distanz in den Rücken. Die Schussverletzungen führten beim Opfer sofort zum Tod. Der mutmassliche Schütze konnte noch vor Ort von der Polizei festgenommen werden.

Täter ist geständig

Laut Staatsanwaltschaft ist der Täter geständig. Zur Überprüfung der Schuldfähigkeit wurde ein Psychiater mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt.

Die Staatsanwaltschaft St.Gallen erhebt nun beim Kreisgericht St.Gallen Anklage wegen Mordes und fordert eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren, wie sie am Dienstag mitteilte.

Der Beschuldigte befindet sich zurzeit im vorzeitigen Strafvollzug, den er direkt nach der Untersuchungshaft antrat.