Anonymer und früher zum Psychiater

Ein Drittel mehr Patienten haben sich in den letzten drei Jahren im Psychiatrischen Zentrum Appenzell Ausserrhoden behandeln lassen. Letztes Jahr waren es über 2000. Jeder vierte Erwachsene habe ein Mal im Leben eine psychische Krise. Nun wird das Angebot ausgebaut.

Gutenbergzentrum in Herisau von aussen

Bildlegende: Im Gutenbergzentrum in Herisau bezieht der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden neue Räume. zvg

Die Hemmschwelle, sich beim Psychiater behandeln zu lassen, werde mit dem neuen Angebot nochmals gesenkt, teilt der Ausserrhoder Spitalverbund mit. Dies weil die neuen Räume in Herisau zentral gelegen sind und die Patienten anonymer zur Therapie können. Denn wenn man extra ins Psychiatrische Zentrum fahren müsse, so sei ja klar, dass man dort Hilfe suche.

Es sei das Ziel, früher an die Patienten in der Krise zu gelangen. Eine ambulante Behandlung sei günstiger als eine stationäre in der Psychiatrie, so Mediensprecherin Nicole Graf. Das Thema psychische Erkrankung werde je länger je weniger zum Tabu und dazu trage ein gutes Angebot bei.