Apfelringli statt Käse an der Expo

Die Apfelfarm in Steinebrunn produziert derzeit rund 600‘000 Apfelringli für die Weltausstellung in Mailand. Verpackt werden die Expo-Apfelringli in geschützten Werkstätten in Egnach und Münsterlingen. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren.

Mitarbeiter der geschützten Werkstatt in Egnach verpacken über 800'000 Apfelringli für die Expo in Mailand.

Bildlegende: Mitarbeiter der geschützten Werkstatt in Egnach verpacken über 800'000 Apfelringli für die Expo in Mailand. SRF

Von Mai bis Ende Oktober findet in Mailand die Weltausstellung zum Thema Ernährung statt. Im Schweizer Pavillon stehen vier Türme gefüllt mit Lebensmittel: Salz, Wasser, Kaffee und Apfelringli. Insgsamt 840‘000 Apfelringli werden produziert. Der grösste Teil davon stammt aus dem Kanton Thurgau. Die Produktion in Steinebrunn läuft noch bis Februar. Roland Kauderer, Inhaber der «Öpfelfarm» in Steinebrunn: «Die Anfrage kam im Sommer 2014. Bei der Zusage habe ich nicht lange gezögert. Die Expo Mailand ist eine schöne Plattform für den Thurgauer Apfel.»

«Wir geben Vollgas»

25 Mitarbeiter mit einer Behinderung sind in der geschützten Werkstatt Egnach täglich an der Arbeit. Hier werden jeweils zwei Apfelringli in einen transparenten Beutel gefüllt, angeschrieben und verschweisst: «420‘000 Säckli sind abzufüllen. Das ist ein Grossauftrag für uns. Wir sind stolz mit unseren Mitarbeitern für die Expo Mailand produzieren zu dürfen», sagt der Leiter der geschützten Werkstatt der Stiftung Egnach, Ernst Freund. Die Verantwortlichen des Schweizer Auftritts in Mailand wollten zuerst einen Turm mit Käse füllen. Die Apfelringli erhielten den Zuschlag, weil sie besser haltbar sind als Käsestücke.