Appenzell Ausserrhoden schafft Fledermaus-Quartiere

Fledermäuse sind in der Schweiz gefährdet. Der Kanton Appenzell Ausserrhoden geht in die Offensive. Er installiert künstliche Fledermausquartiere an Brücken.

Fledermausspezialist René Güttinger kontrolliert einen Fledermauskasten

Bildlegende: Fledermaus-Spezialist René Güttinger kontrolliert einen Fledermaus-Kasten. Die Tiere sind noch nicht eingezogen. SRF

In den letzten Monaten hat der Kanton an der Gmündertobelbrücke zwischen Teufen und Stein Fledermaus-Kästen installiert. Diese grauen Holzkästen sollen den Fledermäusen als künstliche Felsspalten dienen und so Unterschlupf bieten. In Kirchtürmen und Dachstöcken, wo sich die Tiere früher aufhielten, sind sie oftmals unerwünscht.

Eine Kontrolle der installierten Kästen mit Fledermaus-Spezialist René Güttinger hat gezeigt, dass noch keine Tiere eingezogen sind. Das sei aber nicht weiter schlimm, sagt Güttinger. Es könne schneller gehen, aber auch Jahre dauern, bis die Tiere die Verstecke entdecken.

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden will dieses Projekt noch weiter vorantreiben. Wenn eine Brücke saniert wird, wird diese auch auf deren Fledermaus-Tauglichkeit geprüft.