Appenzeller Hallenbad: Vorwärts schauen - nicht Schuldige suchen

Die Pläne für den Bau eines neuen Hallenbads in Appenzell sind auf Eis gelegt. Wegen einer massiven Kostenüberschreitung um 6,5 Millionen Franken will die Regierung nochmals über die Bücher. Der Grosse Rat stimmte dem Rückzug des Geschäfts am Montag zu.

Modell des geplanten Hallenbades.

Bildlegende: Die Finanzierung für das neue Appenzeller Hallenbad muss überprüft werden. Keystone

Das Siegerprojekt für den Ersatz des 40jährigen Hallenbades in Appenzell kostet nicht 19 Millionen, sondern 25,7 Millionen Franken - rund einen Drittel mehr als geplant. Ein Marschhalt sei unumgänglich, sagte Landammann Daniel Fässler im Rat. Man wolle das Vorprojekt und die Kostenschätzung vertieft analysieren und nach Einsparungen untersuchen. «Wir prüfen auch, ob wir mit dem ausgewählten Architekturbüro weiterarbeiten können», sagte Fässler.

Die Dringlichkeit für ein neues Hallenbad war im Rat unbestritten. Zu reden gaben aber der Standort und der bisherige Finanzierungsschlüssel. Die Regierung wollte an der Realisierung eines neuen Hallenbades festhalten und das Geschäft erneut dem Grossen Rat unterbreiten, damit die Landsgemeinde 2015 entscheiden kann. Es sei nämlich fraglich, ob das bestehende Hallenbad noch länger betrieben werden könne.