Appenzeller Schüler im «Tüftelcamp»

Experimentieren und forschen – damit will die technische Industrie Schülerinnen und Schüler bereits ab der Mittelstufe für Technik begeistern. In neun Ortschaften der Deutschschweiz schaffen Kinder in Tüftellabors Neues aus bekannten Materialien.

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Tüftelcamp in Appenzell

2:57 min, aus Schweiz aktuell vom 8.10.2014

Jessica drückt den Rand der unteren Hälfte einer grünen Plastikflasche sanft auf den Boden der heissen Pfanne. Die Plastikkante schmilzt, windet sich nach innen. Eine neue Form entsteht. «Man weiss nie, wie es rauskommt. Es ist immer eine Überraschung», erklärt die zehnjährige Jessica. Sie und fünf weitere Kinder haben Spass am Ausprobieren: Von der Wasseruhr über den Armreif bis zum Radiergummihalter entstehen verschiedene Werke aus den Plastikflaschen.

Früh Interesse wecken

In den Tüftellabors sollen Schülerinnen und Schüler bereits früh ihr Interesse an der Technik entdecken. Der Verband der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie hat das Projekt mit-initiiert. Bereits heute können nicht alle Lehrstellen besetzt werden, sagt der er Kommunikationsleiter Ivo Zimmermann. Und: «Die Situation wird sich noch verschärfen, denn es folgen geburtenschwache Jahrgänge und immer mehr gehen ins Gymnasium, statt eine vierjährige technische Berufslehre zu machen.»

Besuch beim Industriebetrieb

Deshalb tüfteln und basteln Kinder im Alter von 9 bis 15 Jahren während drei Tagen mit unterschiedlichen Materialien. Am Donnerstag werden die Schülerinnen und Schüler einen Industriebetrieb in der Region besuchen. Für die Appenzeller Tüftler wird das die Firma Bühler sein.

Schweiz aktuell, 19:00 Uhr