AR: Pestalozzidorf nicht einzige mögliche Lösung für Kanton

Das Pestalozzidorf Trogen bietet dem Kanton Appenzell Ausserrhoden an, Flüchtlingskinder ohne Begleitung zu übernehmen. Der Kanton prüft aber auch andere Möglichkeiten - auch die Platzierung bei privaten Familien.

Kinderdorf Pestalozzi in Trogen

Bildlegende: Das Pestalozzi-Dorf in Trogen möchte jugendliche Asylbewerber aufnehmen. Keystone

Das Pestalozzidorf im Ausserrhodischen Trogen will in der aktuellen Flüchtlingssituation Hand bieten. Konkret will die Stiftung Kinder, die ohne Begleitung in die Schweiz kommen, aufnehmen. Das entsprechende Angebot liegt beim Kanton auf dem Tisch. Appenzell Ausserrhoden prüft indes aber noch andere Möglichkeiten. So erklärt Max Eugster, Asylverantwortlicher des Kantons, dass auch die Platzierung bei privaten Familien geprüft werde.

Bewilligung steht aus

Seitens des Pestalozzidorfes heisst es, dass zwei Häuser für unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA) bereitstünden. Mit wenig Renovationsaufwand wären diese bezugsbereit. Was zudem noch aussteht ist eine Bewilligung der Heimkommission. Diese braucht es, um Kinder im Heimbetrieb zu beherbergen.

Gemeinden und Kirchen

Für die Abklärungen stehe der Kanton mit den Gemeinden und den beiden Landeskirchen in Kontakt. Es gehe darum, die Frage der Kosten und das mögliche Platzangebot zu klären, sagt Max Eugster. Bis Ende Oktober will der Kanton entscheiden, welche Variante für die Unterbringung der jugendlichen Asylbewerber gewählt wird.