Arnika für Ostschweizer Kühe

Ein St. Galler Projekt kämpft gegen Antibiotika-Rückstände im Fleisch und der Milch. Kühe und Schweine werden mit komplementär-medizinischen Methoden behandelt. Der Kanton St. Gallen hat das Projekt «Kometian» nun für den Nachhaltigkeitspreis der Internationalen Bodenseekonferenz nominiert.

Bauer Stefan Thoma verabreicht seiner Flora Arnika-Kügeli.

Bildlegende: Bauer Stefan Thoma verabreicht seiner Flora Arnika-Kügeli. SRF

Vor gut zwei Jahren wurde im Kanton St. Gallen das Projekt «Kometian» ins Leben gerufen. Angemeldete Landwirte können per Telefon Rat bei einem Tierarzt oder einem Tierheilpraktiker holen. Dabei wird vor allem auf Homöopathie gesetzt. So soll den Tieren möglichst wenig Antibiotika verabreicht werden.

Der Tierarzt-Besuch auf dem Hof könne in vielen Fällen eingespart werden, sagt Projektleiter Werner Ammann. Bislang habe «Kometian» über 1000 Beratungen durchgeführt und sicher in einigen hundert Fällen den Antibiotika-Einsatz verhindert.

Der St. Galler Kantonstierarzt Albert Fritsche ist gegenüber der Wirkung von Homöopathie zwar skeptisch. Dennoch habe dieses Projekt Vorteile. Der Bauer müsse die Tiere ganz genau beobachten. Das wirke sich sicher positiv aus. Fritsche betont aber, dass es Grenzen gebe. Bei schwerwiegenden Fällen müsse immer ein Tierarzt in den Stall.