Asphaltbetrüger kommen in Wellenbewegungen

Asphaltbetrüger sprechen Leute direkt vor der Haustüre an und bieten einen sehr geringen Preis an, um beispielsweise einen Vorplatz zu asphaltieren. Nach einer Anzahlung wird die Arbeit nicht oder nur schludrig erledigt.

Arbeiter asphaltieren eine Strasse.

Bildlegende: Um eine Strasse oder einen Platz richtig zu asphaltieren, braucht es Zeit. Die Betrüger sind hingegen schnell fertig. Keystone

Asphaltarbeiten werden in den meisten Fällen im Sommer erledigt, deshalb verzeichnet die Kantonspolizei bei Asphaltbetrügern eine Wellenbewegung. Im Kanton St. Gallen wurden 2013 rund 10 Fälle registriert. Die Geschädigten seien oft überrumpelt, weil die Betrüger sie vor ihrer Haustüre ansprechen und manchmal schon mit Material und Geräten auffahren, sagt der Sprecher der Kantonspolizei, Gian-Andrea Rezzoli.

Auch wenn eine Anzeige erstattet wird, kann die Polizei fast nichts machen. In den meisten Fällen sind die Betrüger bereits über alle Berge. Wenn die Polizei einen der Betrüger ausmachen kann, ist es ihr oft nur möglich, zu kontrollieren, ob die Person eine Arbeitsbewilligung hat. Ob hingegen bei einer Leistung betrügerische Absichten bestanden hätten, sei meist nicht nachweisbar.