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Grosser Rat Thurgau Au revoir, Frühfranzösisch?

Kind lernt französich.
Legende: Sprachenstreit im Thurgauer Parlament: Am Mittwoch entscheidet der Grosse Rat. Der Ausgang ist offen. Keystone

Vorgeschichte: Weil viele Schülerinnen und Schüler überfordert seien, beschloss das Thurgauer Kantonsparlament im Sommer 2014, den Französisch-Unterricht in der Primarschule zu streichen. Statt in der 5. und 6. Klasse soll die Landessprache ab dem kommenden Schuljahr erst in der Sekundarschule unterrichtet werden.

Umsetzung: Die Thurgauer Regierung schlägt nun eine Änderung des Volksschulgesetzes vor. In einem neuen Paragrafen soll es heissen: «Französisch wird als zweite Fremdsprache erst auf der Sekundarstufe I unterrichtet.»

Ausblick auf die Debatte: Die Gegner des Frühfranzösisch haben durchblicken lassen, dass sie am Frühfranzösisch unter gewissen Bedingungen festhalten würden. Im Vordergrund stehen Dispensationsmöglichkeiten für Primarschüler, welche mit der zweiten Fremdsprache überfordert seien. Zudem sollen die Schulen verpflichtet werden, eine Französisch-Lektion im Halbklassenunterricht zu halten.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Wofür bezahlen die Schweizer Steuerzahlenden eigentlich die vielen, teuren Angestellten im Bildungswesen, wenn diese es nicht schaffen, endlich das unsinnige, komplizierte, teure "Kantönligeist-System" im "Bildungs-Wirrwarr" abzuschaffen und ein übersichtliches, einheitliches, Sinn machendes, gesamtschweizerisches Bildungswesen einzuführen = überschaubar, vereinfachend, viel kostengünstiger!!??
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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Kommt nicht DRS3-Moderatorin Mona Vetsch aus dem Thurgau? Wer heute (03. Mai 17) das Spiel "SRF DRS3" gehört hat, das ausnahmsweise auf französisch durchgeführt wurde, der weiss, wie katastrophal die Französischkenntnisse ohne Frühfranzösisch sein können. (Leider auch bei mir, habe ich doch erst ab dem 6. Schuljahr Französisch und gar erst ab dem 7. Schuljahr Englisch gehabt.) - Ich schreibe es einmal mehr: FRANZÖSISCH UND ENGLISCH AB DEM 1. SCHULJAHR! Steinerschulen zeigen: Es geht.
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    1. Antwort von Arnold Weiss (A.Weiss)
      Habe es auch gehört, bin jedoch nicht ihrer Meinung. Frau Vetsch konnte per Telefon ein französisches Gespräch führen und sich deutlich verständigen. Für jemanden dessen Alltag nicht vom Französischen bestimmt wird gar nicht mal schlecht. Für noch mehr Kentnisse müsste man der heutigen Jugend einen französisch-Sprachaufenthalt im Welschland organisieren. (Was ich eine super Idee fände, wenn das in den Lehrplan aufgenommen würde. Würde so viel effiziennter sein als Vokabeln büffeln!)
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    2. Antwort von Dave Hartmann (BürgerKing74)
      Im ersten Schuljahr sollen die Kinder erstmal lesen und schreiben lernen. Das sind Menschen, ja Kinder, und keine Lernmaschinen.
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  • Kommentar von Susanne Saam (Susanne Saam)
    Wahrscheinlich sind die Erwachsenen im Thurgau mit Französisch überfordert, nicht die Kinder.
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