Auftakt zur «Hamlet»-Trilogie am Theater St. Gallen

Tanz, Pantomime, Musik und nur wenig gesprochener Text: Mit einem spartenübergeifenden «Hamlet» frei nach Shakespeare hat das Theater St. Gallen am Freitag in der Lokremise die neue Spielzeit eröffnet. Das Premierenpublikum spendete freundlichen Applaus.

Tanzszene in der Produktion Hamlet am Theater St. Gallen

Bildlegende: Die «Hamlet»-Inszenierung ist spartenübergreifend: Einsatz der Tanzkompanie des Theaters. Theater St. Gallen

Das Stück, das den ersten Teil einer «Hamlet»-Trilogie des Theaters bildet, schwankt zwischen einer Parodie auf die Experten mit ihren Macken und einigen wenigen ernsthaften Szenen, in denen Shakespeares Tragödie um Macht, Mord, Rache, Liebe und Lüge kritisch hinterfragt wird. Gesprochen wird nur wenig. Dafür wird das vielzitierte «To be or not to be» von Cecilia Wretemark, Emily Pak, Lorian Mader und Hoang Anh Ta Hongin ausdrucksstark getanzt. Die getanzten Szenen (Choreografie von Sergiu Matis) gehören zu den stärksten des Stücks.

Den «klassischen» Hamlet spielt das Theater ab dem 23. September auf der grossen Bühne, wie Knecht dem Premierenpublikum erklärte. Die St. Galler Hamlet-Trilogie bietet Inszenierungen von ganz unterschiedlicher Lesart, Ästhetik und Sprache. Die dritte Version richtet sich speziell ans junge Publikum.