Aufwändige Vermarktung von Ostschweizer Milch in China

Das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China ist seit drei Monaten in Kraft. Die Milchvermarktungsorganisation Nordostmilch setzt bereits seit zwei Jahren auf den chinesischen Markt. Für sie hat das neue Abkommen aber nicht nur Vorteile.

Swissmooh-Shop in Qingdao

Bildlegende: Die Produkte werden unter dem Label «Swissmooh» in Shops in China verkauft. zvg

«Das Bedürfnis der Chinesen für Schweizer Milchprodukte ist gross», sagt der Geschäftsführer von Nordostmilch, René Schwager. Die zwei Läden, die Nordostmilch in China betreibt, verzeichneten ein Wachstum. Allerdings müsse man noch lernen, wie man die Chinesen mit dem Marketing erreiche.

Auch die Zollformalitäten sind für Schwager und sein Team eine Herausforderung. Das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China bringe zwar Vorteile, weil Zölle abgebaut werden. «Allerdings ist der Aufwand für uns beträchtlich gewachsen», so Schwager im Interview mit der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1.

Pro Lieferung muss Nordostmilch rund 30 Dokumente ausfüllen. Dazu gehören unter anderem akribische Nachweise der Schweizer Herkunft. Schwager ist aber zuversichtlich. Er rechnet, dass Nordostmilch mittelfristig bis zu 5 Prozent seines Umsatzes im asiatischen Markt macht.