Ausserrhoden: Fast 22 Millionen Franken Defizit

Die Rechnung 2012 des Kantons Appenzell Ausserrhoden schliesst mit einem Defizit von 21,9 Millionen Franken oder fast neun Millionen Franken schlechter als budgetiert ab. Tiefere Steuereinnahmen und höhere Ausgaben sind die Gründe für den schlechten Abschluss.

Ein Rappenstück

Bildlegende: Auch im Kanton Appenzell Ausserrhoden zählt jetzt jeder Rappen. Keystone

Ausserrhodens Finanzdirektor Köbi Frei präsentierte die Rechnung
2012 am Donnerstag in Herisau. Es sei das schlechteste Ergebnis seit
Jahren, sagte er.  Im Vergleich zum Vorjahr ging der Steuerertrag um 3,5 Millionen zurück auf 121,5 Mio. Franken. Bei den natürlichen Personen lag der
Steuerertrag 3,7 Prozent unter den budgetierten Zahlen, bei den
Unternehmen gar 7,3 Prozent unter dem Voranschlag, wie Reto Müller,
Leiter der Ausserrhoder Steuerverwaltung, erklärte.
 

Auch noch Glück gehabt

Das Minus in der Rechnung 2012 bei einem Aufwand von gut einer
halben Milliarde Franken wäre weit grösser ausgefallen, wenn nicht
die neue Spitalfinanzierung drei Millionen Franken günstiger als
budgetiert ausgefallen wäre. Zudem flossen dem Kanton 4,5 Millionen
Franken aus dem Gewinn der Nationalbank zu, die nicht im Budget
waren.
 
Wegen des Defizits von 21,9 Millionen Franken hat sich das
Eigenkapital des Kantons auf 47,8 Mio. Franken reduziert.  Köbi Frei rechnet auch für die nächsten Jahre mit Defiziten in der Grössenordnung von 20 Millionen Franken, wie er sagte. Aus diesem Grund schnürt der Kanton ein Sparpaket, das habe der Regierungsrat im Grundsatz entschieden. Der Haushalt soll jährlich
um 21 Millionen Franken entlastet werden.