Ausserrhoden kann nicht - Innerrhoden will noch

Appenzell Ausserrhoden kann aus Spargründen den Beitrag an die Regionalmarketing Appenzellerland AG nicht mehr bezahlen. Appenzell Innerrhoden und die Partnerfirmen bedauern diesen Entscheid. Sie suchen eine neue Lösung für einen gemeinsamen Auftritt.

Ein Appenzeller Biberli

Bildlegende: Aus für gemeinsames Marketing Gemeinsam Appenzeller Produkte vermarkten - das ist schwierig geworden. Keystone

Die Regionalmarketing Appenzellerland AG, Armag, ist eine Marketing-Plattform für Ausser- und Innerrhoder Unternehmen. Es werden gemeinsame Messeauftritte oder Aktionen koordiniert. Bis Ende 2014 sind diese noch gesichert, danach droht die Liquidation.

Das Jahresbudget von Armag beträgt rund eine Viertel Million Franken, je 100'000 Franken berappten bis anhin die beiden Appenzell. Nachdem Ausserrhoden aussteigt, möchte Innerrhoden aber nicht den ganzen Betrag tragen. Es müsse eine neue Lösung gefunden werden, sagt der Innerrhoder Volkswirtschaftsdirektor und Landammann Daniel Fässler gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1.

«Falls das Ausserrhoder Kantonsparlament innerhalb der Budgetdiskussion im Herbst der Streichung zustimmt, wäre eine Organisation für Innerrhoder Betriebe vorstellbar. Die Tür muss für Ausserrhoder Betriebe aber offen bleiben», sagt Fässler weiter. Wie die neue Organisation aussehen könnte, ist zurzeit noch offen.

Die Appenzeller Produzenten und Produzentinnen bedauern den Ausserrhoder Regierungsentscheid. Eine Umfrage zeigt, dass es für sie wichtig ist, gemeinsam auftreten zu können und so auch kleinere Unternehmen die Möglichkeit bekommen, sich einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen.