Ausserrhoder Landammann-Kandidatin spürt Gegenwind

Marianne Koller ist die einzige Kandidatin für das Amt des Ausserrhoder Landammanns. Die frühe Bekanntgabe ihrer Kandidatur wird aber als Vorpreschen kritisiert. Der amtierende Hans Diem tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück.

Marianne Koller

Bildlegende: Einigen war Marianne Koller zu schnell, als sie ihr Interesse am Amt des Landammans bekannt gab. Keystone

Kurz nach der Rücktrittsankündigung von Hans Diem gab Marianne Koller ihre Kandidatur als Frau Landammann bekannt. Damit hat sie offenbar einige Regierungskollegen vor den Kopf gestossen. SP-Präsident Yves Balmer ist der Ansicht, dass nun SP-Regierungsrat Matthias Weishaupt an der Reihe gewesen wäre.

Weishaupt kandidierte bereits vor zwei Jahren und unterlag gegen SVP-Kandidat Hans Diem. In der Folge wurde er von der Regierung auch nicht zum Vize-Landammann gewählt. Diesen Posten erhielt Marianne Koller.

«Es war nicht gut, was Frau Koller gemacht hat», sagt auch SVP-Präsident Edgar Bischof. Er hätte sich eine bessere Absprache im Regierungsrat gewünscht.

Marianne Koller verteidigt sich gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz». Sie habe frühzeitig ihr Interesse bekannt gegeben und die Karten auf den Tisch gelegt.

« Ich verstehe diese Aufregung nicht ganz! »

Koller dürfte am 3. März wohl gewählt werden. Nach ihrer Wahl will sie auch als «Landesmutter» wahrgenommen werden. «Ich möchte für die Anliegen unserer Einwohnerinnen und Einwohner offen sein.»