Ausserrhoder Parteien denken bereits an 2015

Für den zweiten Wahlgang bei der Ersatzwahl in die Ausserrhoder Regierung gilt FDP-Kandidat Paul Signer als Favorit. Damit hätte die FDP fünf von sieben Sitzen. Die anderen Parteien blasen deshalb bereits heute zum Gegenangriff.

Regierungsgebäude Herisau

Bildlegende: Das Regierungsgebäude in Herisau soll nicht zum «FDP-Haus» werden, finden die anderen Parteien. zvg

Die FDP ist in Appenzell Ausserrhoden traditionell stark. Die Übervertretung in der Regierung möchte SVP-Präsident Edgar Bischof allerdings nicht hinnehmen. Die SVP wolle bei den Gesamterneuerungswahlen im Jahr 2015 gemeinsam mit anderen dafür sorgen, dass nur noch drei der sieben Regierungssitze von FDP-Vertretern besetzt seien. «Schaffen wir es nicht, versuchen wir es später», sagt Bischof.

Mit im Boot ist auch die SP. «Wir müssen über die Bücher», sagt Parteipräsident Yves Balmer. Das erstaunlich gute Resultat von Samuel Büechi (Grünes Appenzellerland) im ersten Wahlgang habe gezeigt, dass ein zweiter linker Sitz in der Ausserrhoder Regierung durchaus möglich sei. Die SP war zur Ersatzwahl vom Wochenende nicht angetreten. Balmer räumt in diesem Zusammenhang eine gewisse Mutlosgkeit der SP ein.

Die Parteiunabhängigen bereiten für 2015 ebenfalls eine Kandidatur vor und auch die CVP hat angekündigt, dass sie einen Regierungssitz holen will. Bei den Gesamterneuerungswahlen in zwei Jahren dürfte es deshalb zu einem Gerangel um die sieben Ausserrhoder Regierungssitze kommen.