Ausserrhoder SP feiert hundertjähriges Bestehen

1913 gründeten Aktivisten aus der Arbeiterbewegung die Ausserrhoder SP. Die Partei wurde schon bald in die, von der FDP beherrschten, Regierung aufgenommen. Sie blieb dort, mit Ausnahme von drei Jahren, bis heute präsent.

Drei SP-Exponenten präsentieren die Festschrift 100 Jahre SP Ausserrhoden

Bildlegende: SP-Präsident Yves Balmer (Mitte) will die Ziele seiner Partei bekannter machen. SRF

Die Wurzeln der Ausserrhoder SP reichen weit ins 19. Jahrhundert zurück. Schon damals gründeten aktive Sozialsten den Arbeiterbund, einen Vorläufer der heutigen SP. Diese schlug nach ihrer Gründung 1913 einen moderaten Linkskurs ein. In den 100 Jahren ihres Bestehens setzte sich die Partei etwa für das Frauenstimmrecht ein. Erfloglos blieben ihre jahrzehntelangen Bemühungen für die Einführung des Proporzwahlrechts bei den Kantonsratswahlen.

Lob aus allen politischen Lagern

Obwohl die SP nie mehr als einen Sitz in der Ausserrhoder Regierung hatte, wird der Einfluss der Partei von den anderen Parteien als hoch eingeschätzt. Die SP habe immer wieder wichtige Impulse gesetzt, lobt beispielsweise FDP-Co-Präsident Willi Eugster. SVP und CVP schätzen die SP als zusätzliche Kraft im Kampf gegen die Vorherrschaft der FDP.

Programm in alle Haushalte

Die SP hat anlässlich ihres Jubiläums eine Schrift mit 12 Programmpunkten verfasst, die in der kommenden Woche in alle Haushalte verteilt wird. Die Parteileitung erhofft sich davon eine breite Diskussion in der Bevölkerung.