Banken-Zwist: Schiedsgericht entscheidet

Raiffeisen Schweiz mit Sitz in St. Gallen hat gegen die Bank Vontobel in einem Rechtsstreit verloren. Vontobel betreut seit Jahren für Raiffeisen Anlageprodukte und Wertschriften. Dies macht auch die Raiffeisen-Tochter, die St. Galler Bank Notenstein. Für Raiffeisen darf sie dies aber vorerst nicht.

Die Bank Notenstein mit Sitz in St. Gallen.

Bildlegende: Die Kosten für das Schiedsgericht werden zwischen den Parteien geteilt. Keystone

Das Verfahren vor Schiedsgericht war seit 2012 im Gang. Das Gericht hatte die Frage zu klären, ob die neue Raiffeisen-Tochter Notenstein ebenfalls unter den Kooperationsvertrag der Raiffeisen mit Vontobel fällt. Mit dem Auslaufen des Vertrags wird die Zusammenarbeit zwischen den beiden Banken auf Mitte 2017 beendet. Vontobel ist seit 2004 für die Anlageprodukte und die Wertschriftenabwicklung und -verwaltung der Banken-Genossenschaft verantwortlich.

Raiffeisen präzisiert am Mittwoch im Communiqué, im Verhältnis zu ihren eigenen Kunden sei es Notenstein erlaubt, ihre Geschäftstätigkeit ohne Einschränkung zu betreiben. Es gälten jedoch gewisse Einschränkungen für den Vertrieb von Finanzprodukten an Raiffeisen-Kunden.