Zum Inhalt springen

Ostschweiz Baustelle Linthal 2015: Fehlerhafte Betonmischung in Staumauer

Panne auf der grössten Hochgebirgsbaustelle Europas: Ein Betonblock der Staumauer Muttsee muss abgebrochen und neu aufgebaut werden, weil Beton von mangelhafter Qualität eingebaut wurde. Die Arbeiten am Projekt «Linthal 2015» werden aber nicht verzögert.

Legende: Video «Falsche Betonmischung in Linth-Limmern» abspielen. Laufzeit 1:17 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 15.08.2013.

Ein 15 Meter langer und 35 Meter hoher Betonblock - nur ein kleiner Teil der Staumauer - ist betroffen. In den nächsten Wochen wird er abgebrochen und neu aufgebaut. Ein Teil der Betonmischung war mangelhaft. Dies hat eine Qualitätskontrolle der Bauherrin Axpo ergeben.

Auf Nummer sicher gehen

Axpo-Sprecherin Daniela Biedermann versichert gegenüber der Sendung «Schweiz aktuell» von SRF 1: «Die Staumauer hätte jedem Druck standgehalten. Da wir einen sehr hohen Anspruch an die Qualität haben, werden wir den Block trotzdem neu aufbetonieren.»

Am Muttsee, zuhinterst im Glarnerland, wird zurzeit auf der grössten Hochgebirgsbaustelle Europas die längste Staumauer der Schweiz gebaut. Und zwar für das Pumpspeicherwerk Linthal 2015. Dieses soll in knapp eineinhalb Jahren so viel Strom produzieren soll, wie etwa ein Sechstel der Schweizer Bevölkerung braucht.

2 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Lucas Kunz, Sallneck
    So etwas ist eigentlich kaum zu glauben - dachte immer "Swiss made" wäre ein Gütesiegel - aber so kann man sich täuschen! Hatte selbst mal in einem Zentallabor einer Baufirma gearbeitet - und bei jeder Baustelle, bei der ≥ B25 verbaut wurde, hatte man die Prüfwürfel vorher und von dem verarbeiteten Beton überprüft ... Fehler wären da sozusagen ausgeschlossen gewesen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Willy Boller, Sallneck
      Herr Kunz, Sie haben Recht, 'Swiss made' ist und bleibt ein Gütesiegel. Gerade deshalb wird ja der in Frage stehende Block abgebrochen und neu betoniert. An wie viel anderen Orten wäre er einfach stehen geblieben? Er hätte ja den entsprechenden Druck ausgehalten (wie lange?). Wo gearbeitet wird, können Fehler passieren (auch bei Deutscher Wertarbeit [z.B. bei einem Bauprojekt in Berlin]). Vielfach haben Sie mit Ihren Komentaren ja Recht, aber SO kleinlich müssten Sie eigentlich auch nicht sein.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen