Belasteter Boden im Romanshorner Naturschutzgebiet

Das Romanshorner Naturschutzgebiet ist mehr belastet als bisher angenommen. Zu diesem Resultat kommt das Thurgauer Amt für Umwelt. Es hat das Areal überprüft. Drei von sechs Bodenproben zeigen Belastungen.

Ein zotteliges, braunes Hochlandrind auf einer grünen Wiese.

Bildlegende: Die Hochlandrinder in Romanshorn sind durch den belasteten Boden nicht gefährdet. Keystone

Das Positive vorweg: Das Areal im Romanshorner Naturschutzgebiet ist nicht stärker durch die frühere Deponie der SBB belastet als angenommen. Allerdings ist das belastete Gebiet etwas grösser als bisher bekannt war. Das haben Begehungen und Befragungen gezeigt.

Weil auf dem Areal teilweise auch Tiere weiden, habe man dort zusätzlich Bodenproben genommen. «In drei von sechs Proben haben wir leicht erhöhte Kohlewasserstoff-Werte gemessen», sagt Martin Eugster, Amtsleiter der Abteilung Abfall und Boden im Amt für Umwelt, gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1.

Keine Rückstände im Fleisch

Man habe deshalb eine Gefährdungsabschätzung vorgenommen. Diese habe gezeigt, dass für die Tiere keine Gefahr bestehe. Auch im Fleisch habe man keine Rückstände gefunden, sagt Martin Eugster weiter.

Trotzdem wolle man mit dem Grundeigentümer und dem Pächter die Situation genauer anschauen. Die Bereiche, in welchen erhöhte Werte gemessen worden sind, sollen künftig auf freiwilliger Basis eingezäunt werden.