Berufsauftrag für Ausserrhoder Lehrpersonen bleibt gleich

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden will den Berufsauftrag der Volksschullehrpersonen nicht anpassen. Aus Spargründen wurde dieses Projekt zurückgestellt.

Eine Lehrerin sitzt an ihrem Pult im leeren Schulzimmer.

Bildlegende: Der Berufsauftrag für Ausserrhoder Lehrpersonen wird nicht angepasst. Keystone

Da die Aufgaben der Lehrpersonen sich verändert haben, erhielt eine Projektgruppe im Jahr 2011 den Auftrag, diese Berufsaufgaben zu überprüfen. Wie die Ausserrhoder Regierung mitteilt, anerkenne sie das Bedürfnis, die Flexibilität zu erhöhen und die Arbeitszeit stärker nach konkreten Aufgaben auszurichten. Dennoch müsse sie darauf verzichten, entsprechende Anpassungsvorschläge in die Vernehmlassung zu schicken.

«Wir müssen sparen», gibt Regierungsrat Rolf Degen gegenüber «Regionaljournal Ostschweiz» als Grund an. Nach Möglichkeit sollen weder Kanton noch Gemeinden derzeit zusätzlich finanziell belastet werden. «Die Änderungen des Berufsauftrages wandern deshalb in die Schublade.»

Enttäuschung beim Lehrerverband

Brigitte Koch-Kern, Präsidentin des Ausserrhoder Lehrerverbands, ist enttäuscht. Der richtige Zeitpunkt für Anpassungen sei nie da. Es sei in Ordnung, wenn das Projekt im Moment in die Schublade wandert - aber nicht für die nächsten zehn Jahre. «Man soll uns einen Zeithorizont angeben, wann es aus der Schublade herausgenommen und umgesetzt wird.»

Grosses Defizit belastet

Ende März 2013 legte der Regierungsrat seinen Plan vor, um den Staatshaushalt wieder ins Lot zu bringen. Dabei sollen die Ausgaben um 14 Millionen Franken gesenkt werden. Die Hälfte davon sollen die Gemeinden mittragen.