Bessere medizinische Leistungen für alte Menschen im Thurgau

Die Menschen werden immer älter. Darum gibt es immer mehr gebrechliche und demente Menschen. Diese gut zu betreuen ist das Ziel des Geriatrie- und Demenz-Konzepts, das der Kanton Thurgau im März bewilligt hat. Jetzt geht es an die Umsetzung. Bis im Jahr 2021 soll diese abgeschlossen sein.

Ein Rollator.

Bildlegende: Im Thurgau soll im Frühling 2017 das neue Geriatrie- und Demenzkonzept eingeführt werden. Keystone

Alte, gebrechliche Menschen, die mehrere Krankheiten gleichzeitig haben, brauchen eine ganz spezielle medizinische Betreuung. Im Kanton Thurgau bietet diese Betreuung im Moment nur die Rehabilitationsklinik Berlingen an.

Neu auf der Spitalliste

In Zukunft sollen es mehrere Reha-Kliniken sein, wie beispielsweise Diessenhofen, Mammern oder Dussnang, das hat die Regierung beschlossen. Das Departement für Finanzen und Soziales wird die Asschreibung dieser Leistungsaufträge demnächst vornehmen, teilt die Staatskanzlei mit.Die Kliniken können sich in der Folge um diesen Leistungsauftrag bewerben. Die Regierung nimmt die Ausgewählten dann neu auf die Spitalliste.

Jährliche Kosten von drei Millionen

Weiter werde am Kantonsspital Münsterlingen eine neue Abteilung eingerichtet, die auf Unfälle und Krankheiten alter Menschen spezialisiert sei, sagt Susanna Schuppisser vom Thurgauer Amt für Gesundheit gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1.

Der Thurgau rechnet mit jährlichen Kosten von rund drei Millionen Franken, die das neue Geriatrie- und Demenzkonzept verschlingen wird. Die Regierung rechnet damit, dass sie im Frühling 2017 mit der Umsetzung des Konzepts starten und diese bis im Jahr 2021 abschliessen kann.