Bessere Ostschweizer Luft dank miesem Sommer

Verregnete Sommer und milde Winter haben auch ihre Vorteile: Ozon und Feinstaub haben die Luft in der Ostschweiz im letzten Jahr deutlich weniger belastet, als in anderen Jahren. Die Schadstoffkonzentrationen des Jahres 2014 zählen zu den tiefsten seit Messbeginn.

Feuerwerk

Bildlegende: Das Silvesterfeuerwerk belastete die Luft der Agglomeration Kreuzlingen - Konstanz besonders stark. Keystone

Wegen der fehlenden Sonneneinstrahlung habe es 2014 deutlich weniger Sommersmog gegeben, teilte Ostluft am Donnerstag mit. Der Ozon-Grenzwert sei an den meisten Messstationen seltener überschritten worden als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Zudem seien die Spitzenwerte generell tiefer gewesen.
Auch die winterliche Feinstaubbelastung war tiefer als in «normalen» Jahren. Der milde Winter ermöglichte stetigen Luftaustausch, so dass der Jahresmittelgrenzwert an fast allen Messstandorten in der Ostschweiz eingehalten werden konnte.

Feuerwerk sorgt für Spitzenwerte

Als «lufthygienischen Sündenfall» bezeichnete Ostluft jedoch die Feuerwerke: Wegen des Silvester-Feuerwerks habe etwa die Agglomeration Kreuzlingen - Konstanz das vergangene Jahr mit einer Feinstaubbelastung von 103 Mikrogramm pro Kubikmeter begonnen. Der Tagesmittelgrenzwert beträgt 50 Mikrogramm.

Insgesamt verbessere sich die Luftqualität laufend, die Verunreinigungen seien aber immer noch stark. Optimierungen bei Feuerungen, Motoren, Industrieanlagen, Gewerbebetrieben und in der Landwirtschaft seien konsequent weiter zu entwickeln und umzusetzen.

Ostluft

Ostluft ist die gemeinsame Luftqualitäts-Überwachung der beiden Appenzell, St. Gallen, Thurgau, Glarus, Schaffhausen, Zürich, Teilen des Kantons Graubünden sowie des Fürstentums Liechtenstein. Das Messnetz umfasst 18 Stationen.