Bessere Schulung für St. Galler Wirte

St. Galler Wirtinnen und Wirte müssen in Zukunft mehr über Arbeitsrecht oder Sozialversicherungsrecht wissen. Der Kantonsrat hiess die Motion «Bessere Ausbildung für eine vielfältige und gut funktionierende Gastronomie» knapp mit 56 zu 54 Stimmen gut.

Ein Glas Bier, im Hintergrund ein Zapfhahn.

Bildlegende: Die St. Galler Regierung wehrte sich vergeblich gegen eine gesetzliche Regelung. Keystone

Die überparteiliche, von 67 Ratsmitgliedern unterzeichnete Motion fordert eine Anpassung des Gastwirtschaftsgesetzes: Angehende Wirte sollen neu auch Kenntnisse in Arbeitsrecht, Sozialversicherungs- und Mehrwertsteuerrecht, Rechnungswesen und Arbeitssicherheit nachweisen müssen.

Heute genügen Kenntnisse in Lebensmittelhygiene und Suchtprävention. Die Motionäre argumentierten, die Zahl der Restaurationsbetriebe gehe im Kanton St. Gallen zurück, es gebe viele Konkurse und arbeitsrechtliche Konflikte, weil die Wirtinnen und Wirte ungenügend ausgebildet seien.

Die Regierung lehnte die Motion ab. Den Erfolg oder Misserfolg der Gastrobetriebe regle der Markt, sagte Volkswirtschaftsdirektor Benedikt Würth. Eine gesetzliche Regelung sei der falsche Weg, um die Qualität der Gastwirtschaft zu verbessern.

SRF1, Regionaljournal Ostschweiz, 17.30 Uhr