Bestellt, aber nicht bezahlt

Das Bezirksgericht Münchwilen hat eine 30-jährige Frau zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten verurteilt. Ihr wurde unter anderem vorgeworfen, über Jahre auf Online-Plattformen Smartphones angeboten zu haben, die sie gar nicht besass.

Schild mit Aufschrift Bezirksgericht Münchwilen

Bildlegende: Die Frau stand Anfang Dezember vor dem Bezirksgericht Münchwilen. Keystone

Im Zeitraum von vier Jahren hatte die im Kanton Thurgau wohnende Frau über Online-Plattformen wie Ricardo neue Mobiltelefone angeboten, dann den Verkaufspreis im voraus kassiert - ohne die Geräte je zu liefern.

Sie orderte bei «Coop at Home» Lebensmittel und gab eine falsche Rechnungsadresse an. Sie bestellte bei der Swisscom mit einer gefälschten Identität Telefonanschlüsse. Und sie liess sich von einer Computerfirma Geräte liefern, ohne zu zahlen.

Insgesamt kam so laut Anklage in 91 Fällen eine Deliktsumme von 52'000 Franken zusammen. Die Frau bestritt die Vorwürfe nicht.

Das Bezirksgericht Münchwilen verurteilte die Frau wegen gewerbsmässigem Betrug, versuchtem gewerbsmässigen Betrug, Urkundenfälschung sowie Beschimpfung zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten, die Hälfte davon bedingt. Die Frau muss zudem die Untersuchungskosten von 25'000 Franken bezahlen.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.